Sinn und Zweck:  Dieses Spiel ist sinnvoll für den Einstieg in die Thematik (Geschlechterrollen/Rollenklischees etc.). Es ist eine andere Art des Brainstorming. In ihm werden Meinungsbilder und Vorurteile sichtbar, diese dienen dann der Diskussion. Es fordert die Jugendlichen auf, Meinungen zu vertreten und dient somit der Förderung kommunikativer Fähigkeiten. Es geht um Spontaneität, d.h. das die Jugendlichen nicht viel Zeit haben, um sich eine „anschlussfähige“ Antwort auf die Fragestellung zu überlegen. Dies dient dazu ein relativ unverfälschtes Meinungsbild über die Gruppe/Klasse zu bekommen. Einstellungen sichtbar machen ist ein alterstufenübergreifendes Spiel. Die Dauer des Spiels ist abhängig von der Diskussionsbereitschaft und Anzahl der Jugendlichen. Der/Die Teamer/in ist wegen Meinungsvorgaben am Spiel-geschehen nicht beteiligt. Er hat die Funktion eines Moderators, Meinungen zu hinterfragen und Rückfragen zu stellen.

Gruppengrösse: Um eine produktive Gesprächsatmosphäre gewähr-leisten zu können sollte  die Gruppengrösse nicht mehr wie 20 Teilnehmer umfassen. Andernfalls kann die Klasse auch in zwei Gruppen aufgeteilt werden.

Ablauf: Ein/e Teilnehmer/in nimmt die oberste Karte eines Stapels ab, dreht diese um und versucht den ersten eines vorgegeben Satzanfang zu vervollständigen (z.B. Männer sind.....). Die Antwort wird dann in der Gruppe besprochen und diskutiert. Hier besteht die Möglichkeit, nachzufragen, ob sich die Gruppe unter den gegebenen Antworten einigen kann, und auch, ob die Antworten ähnlich empfunden wurden.

Der Stapel mit den Karten wird dann an den/die Nachbarn/in weiter gereicht. Sinnvoll ist es, das abgehandelte Karten wieder unter den Kartenstapel gesteckt werden, damit die Reihenfolge beibehalten wird.

Wichtig ist, das die Karten in folgende Reihenfolge gebracht werden.

1.   Männer sind....  

2.   Sie arbeiten als....

3.   Frauen sind....  

4.   Sie arbeiten als....

5.   Man erkennt Jungen an

6.   Sie machen am liebsten....

7.   Man erkennt Mädchen an.... 

8.   Sie machen am liebsten...

usw. Zusätzlich haben wir noch über 20 weitere Sätzanfänge entwickelt.

Die Zusammenstellung der Karten ist abhängig von den Fragen der Jugendlichen, die im Vorfeld durch die Fragebox und den (Feedback)-Fragebogen aufgekommen sind.

Andere Varianten des Spiels:

  -  Die Karten werden vorher in die Reihenfolge gebracht und dann        an  die erste  Person  gegeben.  Diese nimmt  sich  den ersten             Satzanfang  und fragt  ihre/n  Nachbarn/in.  Nach  der Reihe              nimmt sich jede/r eine Karte und fragt seine/n Nachbarn/in.

  -  Beantworten einzelner Fragen in Kleingruppen. Die Gruppe erg-        ebnisse werden dann im Plenum vorgestellt und diskutiert .